Geringeres Risiko im Vergleich zu Implantaten

Eigenfett ist ein idealer Filler für Brüste, weil diese ja selbst zum grössten Teil aus Fett bestehen. Trotzdem wird ein kleiner Teil der Fettzellen die Verpflanzung nicht überleben und vom Körper wieder aufgenommen. Aus einer Studienreihe, bei der die Brüste vor der Eigenfett-Transplantation und 6 Monate nach erfolgter Transplantation mittels Magnetresonanztomographie auf ihren Fettgehalt untersucht wurden, wissen wir, dass ca. 70-80% des transplantierten Fettes mit der BEAULI-Methode anwächst.

Das Hauptrisiko bei einer Vergrösserung mit Eigenfett wird in der Einschmelzung von nicht eingeheilten Fettzellen gesehen, die sich in der Folge zu ölhaltigen Zysten umbilden können. Dieser Prozess bedingt allerdings, dass das Fett in grossen Klumpen vorliegt bei denen der Kern des Fettklumpens keinen Anschluss an die lokale Blutversorgung bekommt und abstirbt. Durch die BEAULI-Technik, bei der das Fett tröpfchenweise im Brustgewebe verteilt wird, kann dieses Problem weitestgehend vermieden werden.

Mikroskopisch kleine Verkalkungen im Transplantationsgebiet sind ein weiteres Problem der Brustvergrösserung mit Eigenfett. Mikroverkalkungen können bei jeder Schädigung der Brust entstehen, sei diese durch einen Eingriff oder durch einen bösartigen Prozess. Daher kommt der Unterscheidung gutartiger von bösartigen Mikroverkalkungen eine entscheidende Bedeutung zu. In einer Studie aus den USA, bei der 70 Patienten zwei Jahre nach dem Eingriff mittels Mammographie nachkontrolliert wurden, fanden sich in ca. 4 Prozent der Fälle Mikroverkalkungen, die sich allerdings eindeutig als gutartig erkennen liessen.

In seltenen Fällen kann es zu einer Entzündung (direkt nach der Operation) kommen, welche in der Regel durch Antibiotika beherrscht wird. Nur im extrem ungünstigen Fall ist mit Abszessbildung mit der Notwendigkeit der operativen Therapie bis hin zu Verstümmelung der Brust zu rechnen. Diese Folgen können bei jeder OP an der Brust, auch bei einer Vergrösserung der Brust mit Silikon-Implantaten auftreten. Bisher haben wir diese Folgen bei unserem Verfahren nicht beobachtet.