Kleines Risiko für ein sehr schönes Resultat
Trotz der Tatsache, dass es sich bei Dellen in der Regel um muskelnahe Vertiefungen handelt, bei denen das Fett in den darunterliegenden Muskel eingespritzt wird und somit ideale Überlebenschancen hat, stirbt ein kleiner Teil der Fettzellen nach der Verpflanzung ab und wird vom Körper wieder aufgenommen. Aus einer Studienreihe, bei der die Brüste vor und 6 Monate nach Eigenfett-Transplantation mittels Magnetresonanztomographie auf ihren Fettgehalt untersucht wurden, wissen wir, dass ca. 70-80% des transplantierten Fettes mit der BEAULI-Methode anwächst. Aufgrund dieser Studie können wir davon ausgehen, dass der Anteil an lebendem Fettgewebe bei der Dellenkorrektur mindestens ebenso gross ist.
Das Hauptrisiko bei einer Behandlung mit Eigenfett wird in der Einschmelzung von nicht eingeheilten Fettzellen gesehen, die sich in der Folge zu ölhaltigen Zysten umbilden können. Dieser Prozess bedingt allerdings, dass das Fett in grossen Klumpen vorliegt bei denen der Kern des Fettklumpens keinen Anschluss an die lokale Blutversorgung bekommen und abstirbt. Durch die BEAULI-Technik, bei der das Fett tröpfchenweise im Wirtsgewebe verteilt wird, kann dieses Problem weitestgehend vermieden werden.
Eine spezielle Problematik bei der Korrektur von Dellen ergibt sich aus deren unterschiedlichem Ursprung. Viele der Dellen, die wir bei swissestetix korrigieren müssen, entstehen als Folge mangelhaft durchgeführter Liposuktionen. Die Region, an der zuvor Fett entnommen wurde, weist daher in der Regel eine dickere Bindegewebsschicht auf, was eine komplette Korrektur der Dellen in einem Schritt oftmals schwierig macht. Auch bei Dellen, die keinen muskulären Untergrund haben und in einem relativ fettarmen Gebiet liegen, wie zum Beispiel bei einer Trichterbruster, kann es schwierig sein, in einem einzigen Schritt eine vollständige Korrektur zu erzielen. In solchen Fällen muss man häufig eine Folgesitzung einplanen, um das gewünschte Endresultat zu erreichen.
In seltenen Fällen kann es zu einer Entzündung (direkt nach der Operation) kommen, welche in der Regel durch Antibiotika beherrscht wird. Nur im extrem ungünstigen Fall ist mit Abszessbildung mit der Notwendigkeit einer operativen Therapie zu rechnen. Diese Folgen können bei jeder OP auftreten und sind keine spezifischen Probleme der Eigenfett-Transplantation. Bisher haben wir diese Folgen bei unserem Verfahren auch nicht beobachtet.
