Fett gegen ein müdes Gesicht

tl_files/ipower_fb/gesaess_aufbau/swissestetix_eigenfett_gesaessaufbau_Davis_OP_2.jpgNachdem Sie sich für eine Volumenaufspritzung mit Eigenfett bei swissestetix entschieden haben, werden wir zunächst die Zonen besprechen, die für die Eigenfett-Gewinnung abgesaugt werden können. Da für das Gesicht selten viel Fett benötig wird, kann dieser Eingriff auch bei sehr schlanken Frauen durchgeführt werden. Sie sind in der Wahl der Zonen, die abgesaugt werden sollen, grundsätzlich frei. Es gibt in Bezug auf die Fettqualität keine Zone, die bevorzugt werden müsste. Danach erfolgen eine kurze Untersuchung und eine Blutentnahme.

Am OP Tag werden zunächst Fotos gemacht und danach die Bereiche zur Fettabsaugung und zur Eigenfett-Transplantation markiert. Der Eingriff selbst erfolgt in Dämmerschlafanästhesie oder Vollnarkose. Nachdem das Fett abgesaugt worden ist, kommt es in eine Zentrifuge, wo das Spülwasser abgetrennt wird (Coleman-Methode). Alternativ kann es auch mit Spezialspritzen abgesaugt werden, bei denen das Spülwasser automatisch vom Fett abgetrennt wird. Nach der Aufbereitung des Fettes wird es mit mikrofeinen Nadeln ins Gesicht gespritzt. Am Ende der OP wird das behandelte Areal mit einem Watteverband geschützt. In den ersten Tagen nach dem Eingriff ist die abgesaugte Region geschwollen und an manchen Stellen blau. Die transplantierte Region kann ebenfalls stark anschwellen und blau werden, vor allem wenn eine Eigenfett-Transplantation im Augenbereich durchgeführt wurde, mit grösseren Schmerzen ist hier allerdings nicht zu rechnen. Die meisten Schmerzen gehen in der Regel von der abgesaugten Stelle aus. Die Blutergüsse und Schwellung verschwinden innerhalb der ersten drei Wochen. Die erste Kontrolle erfolgt 10 Tage nach dem Eingriff. Wenn bei dieser Kontrolle keine speziellen Befunde erhoben werden, wird ein Termin für die Abschlusskontrolle nach weiteren drei Monaten vereinbart. Die auffüllende Wirkung zeigt sich nach 2 bis 3 Wochen, lässt sich aber erst 3 bis 6 Monate nach dem Eingriff vollständig beurteilen.

Der Volumenaufbau im Gesicht mit Eigenfett ist eine sehr elegante Methode, alte Frische ins Gesicht zu bringen. Da das Gesicht sehr stark durchblutet ist, wächst das Fett im Gesicht hervorragend an. Trotzdem muss mit einem gewissen Volumenverlust gerechnet werden. Der grösste Volumenrückgang ist in den ersten 6 Wochen zu erwarten. Er setzt sich einerseits aus der Resorption des verbliebenen Spülwassers und andererseits aus dem Absterben der Fettzellen, die nicht anwachsen können, zusammen. Der Spülwasseranteil ist mit der Coleman-Methode deutlich geringer, als mit der BEAULI-Methode, weil das Fett vor der Implantation zentrifugiert wird. Er beträgt in der Regel nicht mehr als 5-10% des Transplantat-Volumens. Der Anteil an Fettzellen, die sich nicht mit dem bestehenden Fett- oder Muskelgewebe verbinden können und somit absterben, beträgt leicht weniger als in der Brust: ca. 20-30%. Somit kann davon ausgegangen werden, dass ca. 70% des eingespritzten Volumens anwächst und für immer an der Stelle der Transplantation verbleibt. Man wird also eine leichte Überkorrektur vornehmen, die sich im Laufe der ersten 3 Monate auf das schlussendliche Niveau zurückbildet. Bei sehr starkem Volumenverlust im Gesicht, wird man häufig mehrere Eingriffe benötigen.

Bei der letzten Kontrolle nach drei Monaten werden wieder Fotos zu Vergleichszwecken gemacht. Wenn eine zweite Eigenfett-Transplantation vorgesehen ist, wird man die Zonen nochmals zusammen besprechen und einen neuen Termin für die Folge-Operation abmachen. Eine solche Folgeoperation kann frühestens 6 Monate nach der ersten Transplantation erfolgen.