Wasser für eine schonende Eigenfett-Gewinnung

tl_files/ipower_fb/bilder/swissestetix_eigenfett_aquashape.jpgDie von Dr. Klaus Ueberreiter entwickelte BEAULI-Methode (sprich: Boli-Methode)

Brust
Eigenfett
AUfbau mit
LIpo (=Fett-) Verpflanzung

ist eine Methode, die ursprünglich alleine für die Brustvergrösserung mit Eigenfett entwickelt wurde. Mittlerweile hat sich ihr Einsatzgebiet auf alle möglichen Indikationen der Eigenfett-Transplantation ausgeweitet. Im Unterschied zur Coleman-Methode lassen sich mit der BEAULI-Methode unbeschränkt grosse Mengen Fett in sehr kurzer Zeit sammeln und zur Transplantation aufbereiten.

Bei der BEAULI-Methode werden die Fettzellen mit Wasser ausgespült und in einem sterilen Sammelbehälter aufgefangen. Grundlegend für diese Art der Fettgewinnung ist die Verbindung der schonenden Wasserstrahl-Assistierten Liposuktion (WAL) und der Trennung von Fett und Spülflüssigkeit durch die Schwerkraft mit Hilfe eines speziellen Filtereinsatzes im Sammelbehälter (LipoCollector™). Die Wasserstrahl-Assistierte Liposuktion (WAL) benötigt keine klassische Tumeszenz-Anästhesie des Fettgewebes. Der Wasserstrahl wäscht die unbehandelten Fettzellen aus dem Gewebe, ohne dass Tumeszenz-Lokalanästhesie in die Zellen eindringen und diese zerstören kann. Die abgesaugte Flüssigkeit ist gewöhnlich ohne nennenswerte Blutanteile. Liegt die Emulsion aus Fett und Spülflüssigkeit erstmal im Auffangbehälter vor, so wird sie sanft durch die Schwerkraft und den leichten Unterdruck, den man zur Absaugung benötigt, getrennt. Das Fett schwimmt danach oben auf und die Spülflüssigkeit wird aus dem Auffangbehälter abgezweigt. tl_files/ipower_fb/technik/swissestetix_eigenfett_Lipo-Collector-II_2.jpgDer Flüssigkeitsanteil des so gewonnenen Fettzellkonzentrates beträgt gewöhnlich etwa 10% bis 15%. Es muss daher nicht zusätzlich zentrifugiert werden, was die Überlebenschance der Fettzellen zusätzlich erhöht. Der Auffangbehälter verbleibt im sterilen Bereich, wo das Fett sogleich bei geschlossenem Deckel entnommen werden kann und daher nur wenig mit Umgebungsluft in Kontakt kommt. Anschliessend kann das Fett mit kleinen Spritzen transplantiert werden.

Das Überleben der Fettzellen hängt davon ab, dass sie möglichst sofort Anschluss an gut durchblutetes Gewebe finden. Man kann also Fett nicht in grösseren Klumpen verpflanzen, weil sonst der Kern dieser Klumpen absterben und sich daraus eine Ölzyste bilden würde. Die Fettzellen müssen daher mit dünnen Kanülen perlschnurartig im Gewebe verteilt werden.
Mit der BEAULI-Methode erreicht man gleichzeitig die Gewinnung sehr grosser Fettmengen und eine höchstmögliche Überlebensrate der Fettzellen. Normalerweise beträgt diese ca. 70%.