Fett transferieren um Fehler auszubügeln
Nachdem Sie sich für eine Dellen-Korrektur mit Eigenfett bei swissestetix entschieden haben, werden zunächst die Zonen besprochen, die für die Eigenfett-Gewinnung abgesaugt werden können. Nach ausgedehnten vorhergehenden Liposuktionen wird erfahrungsgemäss nicht mehr so viel Fett zur Verfügung stehen, so dass auch Zonen in Betracht gezogen werden müssen, an denen Sie ursprünglich keine Fettabsaugung wollten. Haben Sie noch genügend Fett, so sind Sie in der Wahl der Zonen, die abgesaugt werden sollen, grundsätzlich frei. Es gibt in Bezug auf die Fettqualität keine Zone, die bevorzugt werden müsste. Danach erfolgt eine vorbereitende Untersuchung, bei der Sie vermessen werden (das ist wichtig für den Kompressionsanzug, den Sie nach der Liposuktion tragen müssen) und bei der wir Ihnen Blut abnehmen.
Am OP Tag werden zunächst Fotos gemacht und danach die Bereiche zur Fettabsaugung und zur Eigenfett-Transplantation markiert. Der Eingriff selbst erfolgt in Dämmerschlafanästhesie; Sie bleiben aber während der ganzen Zeit voll ansprechbar. Nachdem das Fett abgesaugt worden ist, wird es mittels einer stumpfen Kanüle direkt in das zu korrigierende Areal verteilt. Dieser Vorgang ist praktisch schmerzlos. Oftmals muss das Areal, an dem zuvor eine suboptimale Liposuktion durchgeführt wurde, nochmals abgesaugt werden, um die gröbsten Unregelmässigkeiten auszugleichen. Dies geschieht im selben Arbeitsschritt. Am Ende der OP wird das behandelte Areal je nachdem mit einem Watteverband geschützt oder es wird lediglich ein Kompressionsanzug angelegt. In den ersten Tagen nach dem Eingriff ist die abgesaugte Region geschwollen und an manchen Stellen blau, mit stärkeren Schmerzen ist allerdings nicht zu rechnen. Die transplantierte Region ist kaum spürbar. Die grössten Schmerzen gehen von den abgesaugten Stellen aus. Sie werden in der Regel mit einem Muskelkater verglichen. Die Blutergüsse und Schwellung verschwinden innerhalb der ersten drei Wochen. Die erste Kontrolle erfolgt 10 Tage nach dem Eingriff. Wenn bei dieser Kontrolle keine speziellen Befunde erhoben werden, wird ein Termin für die Abschlusskontrolle nach weiteren drei Monaten vereinbart.
Grundsätzlich ist die Dellen-Korrektur mit Eigenfett eine sehr dankbare Behandlung. Die meisten Dellen stammen von unsauber durchgeführten Liposuktionen und befinden sich daher an den Oberschenkeln und somit in der Nähe von Muskeln. Muskelgewebe ist das beste Empfängerorgan für Eigenfett, da es sehr stark durchblutet ist. Fett wächst besser an, wenn es von einem stark durchbluteten Organ aufgenommen wird. Trotzdem muss mit einem gewissen Volumenverlust gerechnet werden. Der grösste Volumenrückgang ist in den ersten 6 Wochen zu erwarten. Er setzt sich einerseits aus der Resorption des Spülwassers und andererseits aus dem Absterben der Fettzellen, die nicht anwachsen können, zusammen. Der Spülwasseranteil wird bei jeder Transplantation bestimmt. Er beträgt normalerweise 10-15% des Transplantat-Volumens. Der Anteil an Fettzellen, die sich nicht mit dem bestehenden Fett- oder Muskelgewebe verbinden können und somit absterben, beträgt leicht weniger als in der Brust: ca. 20-30%. Somit kann davon ausgegangen werden, dass ca. 60-70% des eingespritzten Volumens anwächst und für immer an der Stelle der Transplantation verbleibt. Man wird also eine leichte Überkorrektur vornehmen, die sich im Laufe der ersten 3 Monate auf das schlussendliche Niveau zurückbildet. Bei sehr ausgedehnten oder tiefen Dellen, wird man häufig zwei Eingriffe benötigen.
Bei der letzten Kontrolle nach drei Monaten werden wieder Fotos zu Vergleichszwecken gemacht. Wenn eine zweite Eigenfett-Transplantation vorgesehen ist, wird man die Zonen nochmals zusammen besprechen und einen neuen Termin für die Folge-Operation abmachen. Eine solche Folgeoperation kann frühestens 6 Monate nach der ersten Transplantation erfolgen.
